Anlehnung an das „duale System“ zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Schule und Unternehmen

  In den späten 1990er Jahren wurde die China Vocational Education Industry Research Core Group gegründet, um von den erfolgreichen Erfahrungen der deutschen Industrie mit der dualen Berufsausbildung zu lernen und die Entwicklung der Berufsausbildung unter Berücksichtigung der tatsächlichen Bedürfnisse der chinesischen Industrie zu fördern.

  Laut Dr. Cai Heping vom Institut für Arbeitswissenschaft des Ministeriums für Humanressourcen und soziale Sicherheit kann das deutsche Modell des „dualen Systems“ als ein schulisches und ein betriebliches Modell in einem beschrieben werden.

  Dieses System der beruflichen Bildung, das sich durch eine duale Struktur auszeichnet, in der Betrieb und Berufsschule eng miteinander verzahnt sind und in der Praxis und Theorie miteinander verknüpft werden, ist als „Geheimwaffe“ des wirtschaftlichen Aufschwungs Deutschlands in der Nachkriegszeit bezeichnet worden.

  Im Laufe der Jahre hat China auch damit begonnen, die Idee der Zusammenarbeit zwischen Industrie und Universität sowie zwischen Schule und Unternehmen im Bereich der beruflichen Bildung zu fördern, und hat dabei einige positive Ergebnisse erzielt. Nach Ansicht von Cai Heping sind die Unternehmen in der gegenwärtigen Situation eher darauf bedacht, die benötigten Arbeitskräfte aus eigenem wirtschaftlichen Interesse auf dem Arbeitsmarkt zu finden, als ihre eigenen Nachwuchskräfte auszubilden. Wir brauchen mehr Unternehmen, die sich proaktiv an der beruflichen Bildung beteiligen. Die Regierung sollte die Unternehmen verpflichten, sich an der beruflichen Bildung zu beteiligen, ergänzt durch entsprechende Vorzugspolitiken, um ein System der gegenseitigen Zusammenarbeit und der gemeinsamen Förderung der Ausbildung von Fachkräften durch Regierung, Unternehmen und Schulen zu schaffen.

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